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Gevelsberg erobert den zweiten Platz

31:29 (12:15)-Sieg im mitreißenden Spitzenspiel gegen TuS Bommern. Gastgeber HSG holt einen Rückstand von fünf Treffern auf.

Es wurde das zu erwartende Handball-Spektakel, als am Freitagabend der Dritte der Verbandsliga, die HSG Gevelsberg-Silschede, auf den zweiten TuS Bommern traf. Vor gut 700 begeisterten Zuschauern gab es ein 31:29 (12:15) für die Gevelsberger, die damit die Tabellenplätze mit den Gästen aus Witten tauschen und als Zweiter überwintern – bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Haltern.

Begegnung begann schlecht

Dabei begann die Begegnung alles andere als vielversprechend. Gevelsberg agierte unsicher, ängstlich. Bommern nahm das Heft des Handels in die Hand, bestimmte die Partie. Insbesondere Fabian Jung und Markus Schmitz bekamen die Gevelsberger Abwehr so gut wie gar nicht in den Griff. „Wir waren wie die Kaninchen vor der Schlange“, beschreibt HSG-Trainer Sascha Šimec die Anfangshase, in der Bommern ein bis zu fünf Treffer großen Vorsprung herausspielte. „Das hätte mehr sein können“, so Sascha Šimec.

Gevelsberg scheiterte oft an den eigenen Abspielen, nahm zu oft zu hektisch den Weg aufs gegnerische Gehäuse auf, in dem ein überragend agierender Keeper Clemens Uphues stand.

Doch Gevelsberg wäre nicht Gevelsberg, wenn sich die HSG-Spieler zusammen reißen, sich Tor um Tor herankämpften würden. Mit dem 3:8 (14.) begann die mühevolle und kraftraubende Aufholjagd. Sascha Šimec holte seine Jungs zur ersten Auszeit zusammen, redete ihnen ins Gewissen, verlangte mehr Tempo und fortan lief es etwas besser. Aber längst nicht gut. Zur Pause gab es halt noch die drei Treffer weniger. In der Kabine motivierte Sascha Šimec weiter. „Mit der ersten Führung können wir das Spiel gewinnen, auch weil wir dann das Publikum im Rücken haben“, so der Gevelsberger Trainer.

Gevelsberg hielt sich an seine Worte. Der Abstand wurde zwar nur langsam, aber dafür sicher weniger. Schließlich – 37:38 Minuten waren gespielt – der Ausgleich. Routinier Christian Pottkämper traf zum 18:18. Christopher Schrouven war es, der nach 38:44 Minuten zum 19:18, zur ersten Führung traf. Nicht nur, dass Gevelsberg langsam aber sicher besser wurde, auch die Halle fing langsam aber sicher an zu beben. Die Unterstützung von der Tribüne war wieder da. Es hatte das Gefühl wie fast in alten, guten Zeiten.

Scholz ein starker Rückhalt

Gevelsberg nutzte diese Welle, behielt die Führung. Trotz der verschiedenen Abwehrsysteme einschließlich der offenen Manndecklung, mit denen Gäste-Trainer Thorsten Stephan versuchte, noch zu retten was zu retten ist. In der hektischen Schlussphase war es überdies vor allem Keeper Christian Scholz, der die Mannschaft im Spiel hielt.

Text: Heinz G. Lützenberger, Westf. Rundschau
Bild: Jens Pommerenke, airpictures.de

https://www.wr.de/sport/lokalsport/ennepetal/gevelsberg-erobert-den-zweiten-platz-id216070795.html

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