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Die Teufel wollen die Drachen zähmen

Nach dem furiosen Auftakt in die Handball-Verbandsliga möchte die HSG Gevelsberg/Silschede im ersten Heimauftritt nachlegen.

Ein klein wenig ist es wie bei den Sagen aus dem Mittelalter – die Teufel erwarten die Drachen. In Vereinsnamen ausgedrückt, steht dieses Duell für die Partie zwischen der HSG Gevelsberg-Silschede und den SGSH Dragons II aus Schalksmühle. Nach dem furiosen Auftakt wollen die Gevelsberger in eigener Halle da weiter machen, wo sie zu Saisonbeginn in Bochum aufgehört haben – und ihre Qualitäten im Zähmen von Drachen unter Beweis stellen.

Dabei helfen soll vor allem der Rückenwind aus dem 36:20-Auftaktsieg gegen Teutonia Riemke. „Es war wichtig für die Jungs, mit einem positiven Erlebnis in die Saison zu starten, das tut uns gut“, sagt HSG-Trainer Sascha Šimec. Seine Mannschaft überzeugte in Bochum vor allem defensiv, im zweiten Durchgang ließen die Gevelsberger kaum noch etwas zu. Daraus resultierte ein 10:0-Lauf, der die Begegnung zu Gunsten der Šimec-Sieben entschied. Grund zu überbordender Euphorie ist der deutliche Sieg für den HSG-Trainer aber nicht. „Das war nur ein Sieg, mehr nicht“, so Šimec.

Vorbereitung auf das Spiel schwierig

Am Samstag geht es dann in eigener Halle darum, die kleine Euphorie mitzunehmen und den zweiten Sieg hintereinander einzufahren. Dies gelang den Gevelsbergern zuletzt im Februar 2017, damals noch in der Oberliga mit einem Heimerfolg über den heutigen Drittligisten SG Menden-Sauerland Wölfe. Nun sind es am Samstag keine Wölfe sondern Drachen, die das naturgemäß verhindern möchten.

Die Reserve der SG Schalksmühle-Halver, die seit dieser Saison unter dem Namen SGSH Dragons aufläuft, ist klarer Außenseiter vor der Partie in der Halle West. „Die Vorbereitung auf das Spiel ist nicht einfach, da schlecht abzusehen ist, wer aus der ersten Mannschaft aushilft“, sagt Sascha Šimec. Mögliche Kandidaten dafür sind bekannt, dennoch möchte der Gevelsberger Übungsleiter viel mehr auf sein eigenes Team schauen. „Wir bestimmen in unserer Halle, wer das Spiel gewinnt“, so die eindeutige Aussage von Šimec.

Dieser erwartet mit den Schalksmühlern ein komplett neuformiertes Team, das sich zum Saisonstart deutlich in Haltern geschlagen geben musste. „Sie haben ein gutes Kreisspiel und kommen gerne über das Tempo“, gibt der HSG-Trainer Einblick in die Spielweise des kommenden Gegners. Tipps kann er sich zusätzlich bei zweien seiner Schützlinge holen: Christian Pottkämper und Marco Luciano spielten in der vergangenen Saison noch bei den Sauerländern.

Vor seiner Heimpremiere als Gevelsberger Trainer freut sich Šimec besonders auf die Atmosphäre in der Halle West und fordert die Zuschauer auf, sich ein eigenes Bild von der Mannschaft zu machen. „Ich würde mich freuen, wenn viele Leute den Weg in die Halle finden. Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen und wollen das Publikum begeistern“, sagt er. Fraglich ist derzeit nur der Einsatz von Torwart Christoph Scholz. Sollte dieser wie in Riemke fehlen, wird Jan Beck wieder hinter dem zuletzt starken Bastian Olschinka auf der Bank Platz nehmen.

Die Stimmung im Gevelsberger Lager ist gut – also keine schlechten Voraussetzungen, um es mit den Drachen aufzunehmen.

Text: Fabian Vogel, Westf. Rundschau
Bild: Sabine Hahnefeld

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