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Theoretisch ist Ligaerhalt noch drin

Die Lage in der Handball-Oberliga bleibt angespannt – im Abstiegskampf für den Vorletzten HSG Gevelsberg-Silschede. Drei Punkte fehlen zum rettenden Ufer, wo HSG Augustdorf-Hövelhof und TuS Bielefeld-Jöllenbeck rangieren. Zwei Spiele sind noch zu absolvieren. Es ist fast unmöglich, den Abstieg in die Verbandsliga nach vierjähriger Zugehörigkeit im westfälischen Oberhaus zu vermeiden.

Fast! Denn theoretisch besteht noch die Chance auf den Liga-Erhalt. Experten gehen davon aus, dass Augustdorf in den restlichen beiden Spielen gegen Spenge und in Nordhemmern die nötigen Punkte zum Klassenerhalt schaffen wird. Hinter vorgehaltener Hand wird der Verdacht geäußert, dass die Ostwestfalen zusammen halten. Daher kann der Gevelsberger Blick nur auf Jöllenbeck gerichtet sein. Die Bielefelder erwarten Sundwig, müssen nach Loxten.

Und die Rechnung zum Gevelsberger Klassenerhalt ist einfach – theoretisch jedenfalls. Die heimische HSG holt drei Punkte in den verbleibenden Spielen in Hamm und gegen Ferndorf; Jöllenbeck maximal einen Zähler. „Sundwig will sich am Wochenende zerreißen und Jöllenbeck eine Niederlage beibringen“, so Christof Stippel, Vize und Manager der HSG Gevelsberg-Silschede. Das wäre ein erster Schritt.

Das setzt mindestens einen Punkt am samstäglichen Gastspiel bei der SG Hamm II voraus. „Und das wird schwer genug“, so HSG-Trainer Jörg Müller. Allerdings ist ein Sieg durchaus möglich. Das hat das dramatische Hinspiel gezeigt, als Gevelsberg in buchstäblich letzter Sekunde den Treffer zum 26:27 hinnehmen musste. „Das war eine der bittersten Niederlagen, ein verschenkter Punkt“, so Jörg Müller. Andererseits schöpft er aus diesem Spiel auch die Zuversicht, mindestens einen Zähler aus Hamm zu entführen.

Dabei kann er darauf setzen, dass seine Schützlinge die bittere Niederlage gegen Hagen II verdaut haben. Auch wenn einige Spieler leicht angeschlagen sind, der Kader reist hochmotiviert nach Hamm. Angeschlagen sind allerdings Tobias Fleischhauer (Bauchmuskel), Kevin Kliche (Schulter), Tobias Spiegelberg (Grippe) und Sebastian Breuker (Rücken).

Hochmotiviert und gut eingestellt. So wird Gevelsberg erneut aus einer stabilen 6:0-Deckung agieren, je nach Spielverlauf gibt es Sonderaufgaben gegen die Rückraumspieler Weßeling und Wiencek. Schwierig wird es, sich gegen die Abwehr der Gastgeber einzustellen. „Kaum eine andere Mannschaft beherrscht so viele verschiedene Abwehr-Systeme“, so Müller.

Gevelsberg prüft Protest
Apropos Hagen II: In Gevelsberg wird gerade geprüft, ob Katsigiannis und Osebold überhaupt am vergangenen Samstag in Gevelsberg spielen durften. Denn Katsigiannis hatte davor zwei Spiele der Landesliga-Dritten (gegen Lüdenscheid und Höchsten), Osebold derer drei (Lüdenscheid, Höchsten und Schwelm) bestritten.

Heinz-G. Lützenberger

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