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Kellerduell am Sonntag in Gevelsberg

Es ist der letzten Spieltag der Hinrunde der Handball-Oberliga, zu dem die HSG Gevelsberg-Silschede am ungewohnten Sonntag bitten. Am Samstag haben die Gevelsberger Taubenväter mit ihrem Benefizturnier die Halle belegt. Und die Partie gegen die SG Handball Hamm II könnte durchaus einen richtungsweisenden Charakter für den weiteren Saisonverlauf haben. Könnte.

Gevelsberg hat vergleichsweise komfortabel überwintert: mit zwei Plätzen und fünf Punkten Vorsprung vor der Abstiegszone. Einen Platz dahinter rangiert Hamm – mit zwei Zählern weniger als die Gevelsberger. Die heimische HSG kann mit einem Sieg den Vorsprung nach unten vergrößern, würde Hamm in weitere, größere Nöte bringen. Dazu sich mehr Luft im Abstiegskampf verschaffen. Die Gäste können dagegen mit einem Sieg die Keller-Mannschaften und damit Gevelsberg wieder enger zusammen bringen.

Schlechter Saisonverlauf

Hamm hat sich allerdings weitaus höhere Ziele gesteckt, läuft den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. „Der Saisonverlauf war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, wird SG-Coach Tobias Mateina auf der eigenen Homepage zitiert. „Wir haben eindeutig zu wenig Punkte geholt. Wir waren zwar an den Top-Mannschaften dran, haben es aber nicht geschafft, diese Spiele zu gewinnen. Aber wir haben auch schwache Leistungen gezeigt und zurecht verloren.“

Verstärkung aus Zweiter Liga

Das ist auch der Grund, warum Gevelsbergs Trainer Jörg Müller diese Begegnung nicht als richtungsweisend sieht. Hamm komme gar favorisiert in die Halle West. „Wir gehen davon aus, dass sich Hamm mit Spielern aus der ersten Mannschaft der Zweiten Liga verstärken wird“, so Müller. Und: „Hamm wird am Ende der Saison einen einstelligen Platz erreichen.“ Die Einschätzung im Gevelsberger Lager ist, dass Hamm II im neuen Jahr und damit in Gevelsberg eine Aufholjagd nach der bisher schlecht verlaufenden Saison starten wird.

Gevelsberg wird alles in die Waagschale werfen müssen, was zur Verfügung steht: Kampf, Einsatz, Wille. Dazu steht Jörg Müller der komplette Kader zur Verfügung. Mit leichten Einschränkungen bei Kreisläufer und Abwehr-Chef Kevin Kliche, der nach wie vor leichte Schmerzen in der Schulter hat.

Demission kein Thema

Dass der Vertrag von Gevelsberg-Silschede und Jörg Müller auf Wunsch des Trainers nach zwei Jahren im kommenden Sommer nicht verlängert wird (wir berichteten), scheint unter der Woche kein Thema zu sein. „Wir haben uns wie immer auf diese Partie vorbereitet“, blickt Jörg Müller auf die Trainings-Woche zurück.

Heinz-G. Lützenberger, derwesten.de

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