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HSG zittert sich zum zweiten Sieg

Handball-Oberliga: Nach 11:2-Traumstart unterlaufen Gevelsberg zu viele einfache Fehler. Große Erleichterung nach der Schlusssirene bei Trainer Sascha Simec

 

Es war ein verdienter Sieg der HSG Gevelsberg/Silschede im vierten Spiel der Handball-Oberliga-Saison gegen den HC TuRa Bergkamen. Und trotzdem mussten die Gevelsberger in heimischer Halle lange bangen, um die nächsten zwei Punkte der laufenden Spielzeit zu bejubeln: 24:23 hieß es am Ende dann aber doch für das Team von Trainer Sascha Simec.

Dass es überhaupt so spannenden werden würde, war nach einer Viertelstunde nicht abzusehen. „Wir haben es selbst unnötig spannend gemacht. Aber am Ende haben wir uns wieder gefangen und die zwei Punkte geholt, nur das zählt“, atmete Trainer Sascha Simec kurz nach dem Abpfiff durch, der neben Christopher Fege auch auf Andre Bekston, Christopher Schrouven und Sam Lindemann verzichten musste.

Seine Mannschaft erwischte den deutlichen besseren Start und dominierte die Anfangsphase fast nach Belieben. Während die Gäste die nötige Spannung und Leidenschaft vermissen ließen, präsentierte sich die HSG in der Abwehr aggressiv, blockte, fing Bälle ab und vollendete in Person von Josip Jukic schon früh drei Tempogegenstöße. Mit seinem fünften Tor schraubte Jukic nach 21 Minuten das Ergebnis auf 11:2. Zu diesem Zeitpunkt sprach nichts dafür, dass die rund 250 Zuschauer und Zuschauerinnen in der Halle West noch einen Handballkrimi erleben würden.

Nach klarer Führung kommen Fehler

Im Angesicht der komfortablen Führung schlichen sich kleine Fehler und Unkonzentriertheiten bei den Hausherren ein, die zuvor starke Wurfquote ging deutlich nach unten. Anteil daran hatte auch der stärker werdende HC-Keeper Niklas Walter. Auf der Gegenseite fand der HC begünstigt durch die Gevelsberger Fehler langsam besser ins Spiel, das Halbzeitergebnis von fünf Toren Unterschied war schmeichelhaft.

Mit zwei frühen Treffern eröffnete Bergkamen dann die zweite Halbzeit, nach knapp 42 Minuten glich Robin Webers erstmals zum 16:16 aus. Die HSG antwortet mit zwei eigenen Toren, absetzen konnten sie sich bis zum Abpfiff aber nicht. Mehrfach ergaben sich Chancen, welche die Gevelsberger ungenutzt ließen. Auch deshalb musste die Mannschaft von Trainer Sascha Simec bis zum Ende zittern. Die nun vollkommen offene Begegnung war geprägt von großem Kampf und einigen Einzelaktionen.

Auf Gevelsberger Seite sorgte der eingewechselte Keeper Sven Wulf für wichtige Akzente, brachte mit einem gehaltenen Siebenmeter auch die Zuschauer wieder ins Spiel. Beim Stand von 24:21 in der 58. Minuten geriet die HSG in Unterzahl, Bergkamen nutzte es mithilfe einer Ganzfeldpresse zum Anschlusstreffer.

Torhüter Wulf hält den Sieg fest

In der Schlussminute unterlief den Gastgebern zu allem Überfluss noch ein technischer Fehler, was den Gästen bei 25 Sekunden Restspielzeit einen letzten Angriff ermöglichte. Die HSG behielt in der Deckung die Nerven, zwang Bergkamen zu einem schwierigen Wurf, den Wulf parierte und damit den Sieg für sein Team festhielt.

Die Freude und Erleichterung nach dem Abpfiff im Gevelsberger Lager waren riesengroß. „Das sind zwei unglaublich wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten“, jubelte Simec. „Wir haben Bergkamen im Laufe der Begegnung leider selbst wieder stark gemacht. So ein Spiel kann man dann auch ganz schnell komplett aus der Hand geben und verlieren. Aber wir haben uns wieder reingekämpft und verdient gewonnen.“

Bericht: Daniel Weller, Westf. Rundschau

Foto Archiev

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