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HSG spielt ab jetzt ohne Druck

Der Blick auf die Tabelle der Handball-Oberliga unterstreicht die klare Ausgangssituation für die HSG Gevelsberg-Silschede, denn eigentlich geht es jetzt nur noch darum, sich anständig aus der westfälischen Beletage zu verabschieden. Klar ist auch die Verteilung der Rollen für das Duell zwischen dem Tabellendritten VfL Gladbeck und dem Liga-Schlusslicht aus Gevelsberg am ungewohnten Freitagabend (20 Uhr, Riesener Sporthalle).

Doch sich bereits im Vorfeld zu ergeben und ohne Ambitionen nach Gladbeck zu fahren, ist selbstverständlich keine Option für HSG-Trainer Norbert Gregorz: „Wir gucken jetzt von Spiel zu Spiel und wollen versuchen, in jedem der restlichen Spiele etwas Zählbares zu holen“, so Gregorz, angesichts der aussichtslosen Tabellensituation. Zehn Punkte Rückstand auf den wohl möglichen ersten Nichtabstiegsplatz hat die HSG, Spieler und Trainer lassen sich aber nicht entmutigen und wollen beim ehemaligen Drittligisten Gladbeck punkten. Mut macht vor allem der letzte Auftritt gegen den Soester TV. Lange Zeit führte die HSG in eigener Halle, am Ende ging sie aber wie so oft in dieser Spielzeit leer aus. „Trotzdem bin ich mit einem guten Gefühl aus der Halle gegangen, weil wir vieles von dem umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben“, sagt der HSG-Trainer. Und genau diese vielen positiven Eindrücke waren nun auch Bestandteil der Vorbereitung auf das Spiel in Gladbeck. Immer wieder hat man sich die guten Szenen aus dem Spiel angesehen, gerade die gelungenen Passagen sollen für Selbstvertrauen sorgen.

Gefährliches VfL-Rückraumduo

Im Training wurde genau dort angesetzt, die eigene Abwehr soll in den kommenden Wochen der stabilisierende Faktor sein, den die HSG unbedingt benötigt. „Da sind einige Schalter, an denen wir drehen, um uns weiter zu verbessern“, sagt Gregorz. Der Gevelsberger Trainer weiß aber auch, dass die Gladbecker seine Mannschaft vor andere Aufgaben stellen wird, als das Soest zuletzt getan hat. Vor allem der Rückraum um die dynamischen Björn Sankalla und Max Krönung wird die HSG in Schach halten — Krönung (101 Tore) ist zweit-, Sankalla (96 Tore) viertbester Torschütze in der laufenden Oberliga-Saison. „Sie sind gerade auf den Halbpositionen sehr gut besetzt“, weiß Norbert Gregorz, entsprechend hat er sein Team auch auf den kommenden Gegner eingestellt. Personell kann er voraussichtlich nach der Pause um Karneval wieder auf alle Spieler zurückgreifen, einzig Marvin Müller konnte unter der Woche nicht trainieren und wird sich bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis holen.

Kein Nachteil durch Spieltermin

Mit dem bisher verwehrten Glück im Spiel ist für die Gevelsberger auch beim Tabellendritten etwas drin, wichtig wird es allerdings sein, die schwachen Phasen, die bis jetzt in fast jedem Spiel den Ausschlag für den Gegner gaben, zu reduzieren oder im besten Fall abzustellen. Die Stimmung im Lager der HSG ist in jedem Fall gut, es scheint, als wolle man aus den noch verbleibenden elf Partien ohne den großen Druck befreit aufspielen. Vielleicht ja schon am Freitagabend in Gladbeck. „Der Gegner muss genauso mit dem Termin zurecht kommen, wie wir“, glaubt Gregorz nicht an einen Nachteil bezüglich der ungewohnten Anwurfzeit.

Text: Fabian Vogel, Westf. Rundschau
Bild: Jens Pommerenke, airpictures.de

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