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Halle West ist nächste Woche wieder bespielbar

Gevelsberg. Darum kann bereits ab dem 16. und 18. August die Halle A im Gevelsberger Sportzentrum wieder genutzt werden.

Es ist der dritte Boden seit den 1970er Jahren, als die Gevelsberger Halle West offiziell eröffnet wurde. Jetzt ist er fertig, der zweite Boden hatte nach 22 Jahren seine Schuldigkeit getan. In der Halle A kann und darf also wieder trainiert und gespielt werden – sehr zur Freude der Gevelsberger Hallensportler und -sportlerinnen. Der Spaß hat etwa 300.000 Euro gekostet, in den Gesamtkosten ist ein Schutzbelag zur Abdeckung des Hallenbodens für außersportliche Veranstaltungen – beispielsweise für einen Kirmesabend oder die Ausgabe von Abitur-Zeugnissen – enthalten.


Einer der Höhepunkte der Halle West: Die SE Gevelsberg um Kurt Lindemann (am Ball) spielen gegen die russische Handball-Nationalmannschaft am 23. Dezember 1979. Die Russen gewinnen mit 35:16. Foto: Archiv / Stefan Stoßberg / WP

Aktivitäten hinterlassen Spuren

Die Böden haben viel erlebt, eine russische Nationalmannschaft spielte drauf, Bundesligist VfL Gummerbach ebenso. Überdies etliche Handball-Spiele, die Nerven und Freudentränen gekostet haben. Eine Stadtmeisterschaft im Handball hat es vor Jahrzehnten ebenso gegeben. Aber auch Basketballerinnen und Basketballer sowie Volleyballerinnen und Volleyballer haben sich dort wohl gefühlt und viel Schweiß und etliche Schürfwunden gelassen. Nicht zu vergessen, dass die SE Gevelsberg beziehungsweise LG Ennepe-Süd auf dem Boden Hallen-Vergleiche in der Leichtathletik organisiert hatten. Es gab überdies Zeiten, in denen Boxer, Turner und Turnerinnen, aber auch Jazztänzerinnen des VfL Gevelsberg den Boden genutzt haben.

Keine Frage also, dass die vielen sportlichen Aktivitäten der Vereine und der Schulen Spuren hinterlassen haben. Eine hätte sogar fast dazu geführt, dass ein Handballspiel vor ausverkaufter Tribüne fast nicht stattgefunden hätte. 850 Zuschauer füllten die West, als am 19. Dezember 2019 das Verbandsliga-Derby zwischen HSG Gevelsberg-Silschede und RE Schwelm auf dem Plan stand. In einem Loch, in das eigentlich Volleyballstangen gesteckt werden, hatte sich Wasser gesammelt. Nur gut, dass das Loch getrocknet werden, das Derby stattfinden konnte.


Volles Haus, Halle West A: Zum Verbandsliga-Derby HSG Gevelsberg-Silschede gegen RE Schwelm wird Wasser in einer Volleyball-Hülse entdeckt. Das Derby wäre fast ausgefallen. Es ist eine Initialzündung zur Renovierung des Hallenbodens. Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de / WP

Maßnahme kostet etwa 300.000 Euro

Seitdem ist aber auch klar, dass hier repariert, vielleicht sogar ausgetauscht werden müsste. „Diese Hülse ist tatsächlich einer der Ursprünge, warum der Hallenboden im Sommer saniert und ausgetauscht wird“, hatte im Vorfeld der Sanierungsarbeiten Michael Pfleging von der Stadt Gevelsberg dieser Redaktion gesagt. Die Planungen sahen vor, dass in den Sommerferien ab dem 21. Juni in sechs bis acht Wochen der Boden der oberen Halle A repariert und ausgetauscht werden würde. Eine Trainingsaufnahme wurde für Mitte August in Aussicht gestellt, die Kosten mit etwa 450.000 Euro kalkuliert.


Zu Leichtathletik-Meisterschaften hatte LG Ennepe-Süd in die Halle West A viele Jahr geladen. Hier zeigt der junge Lukas Klostermann im Dezember 2006 sein Können. Foto: Stefan Schere

Das ist der Stadt Gevelsberg gelungen. Es ist Mitte August und der Boden der Halle A ist wieder bespielbar. Bürgermeister Claus Jacobi: „Die Stadt Gevelsberg freut sich mitteilen zu können, dass die Erneuerung des Hallenbodens in der Halle A des Sportzentrums West abgeschlossen wurde und die Halle A ab dem 16. August für den Vereinssport sowie, pünktlich zum Schulstart, ab dem 18. August für den Schulsport nutzbar ist.“ Und: 300.000 Euro hat die Maßnahme in etwa gekostet – ungewöhnlich, dass derartige Maßnahmen tatsächlich unter der Kalkulation bleiben. Umso besser für die Gevelsberger Stadtkasse.

Stippel freut sich auf das neue Schmuckstück

Die Halle wird von allen drei Schulen im Schulzentrum West durchgängig genutzt. Daher wurde ein Vinyl-Oberbelag gewählt, der durch seine Eigenschaften diese Anforderungen erfüllt und zudem vollständig recycelbar ist. Durch den neuen Boden kann der Reinigungsrhythmus des Hallenbodens an die Trainingszeiten des Vereinssports angepasst werden – auch um das genutzte Harz der Handballerinnen und Handballer unmittelbar entfernen zu können. Überdies sorgt die neue Ballreinigungsmaschine dafür, dass auch die Bälle vom Harz befreit werden. „Es wird ein Schmuckstück“, hatte Christof Stippel, Vorstand und Manager der HSG Gevelsberg-Silschede, auch mit Blick auf die Harz-Reinigungen gesagt.


Am 5. November 2020 konstituiert sich der neu gewählte Rat der Stadt Gevelsberg – die in der Halle West A. Foto: Privat / Archiv

Claus Jacobi dankte vor Ort Peter Weber stellvertretend für das Team der Technischen Betriebe für die schnelle Umsetzung, dass in nur vier Wochen innerhalb der Sommerferien die Arbeiten für den neuen Hallenboden abgeschlossen werden konnte. „Für die Gevelsberger Vereine steht jetzt ein hochmoderner Hallenbelag zur Verfügung, der perspektivisch für eine ganze Generation von Sportlerinnen und Sportlern beste Bedingungen für hochklassigen Vereinssport, aber auch einen zeitgemäßen Schulsport bietet. Die Investition ist ein starkes Signal für den Sportstandort Gevelsberg“, so der Gevelsberger Bürgermeister.

 

Info Box

Zwischen dem 21. Juni und 28. Juli wurde der alte Hallenboden auf einer Fläche von 1250 Quadratmetern durch einen neuen flächenelastischen Sportboden mit einer Gesamtaufbaustärke von 45 Millimeter erneuert. Dabei wurde der Oberbelag in den Geräteräumen auf einer Fläche von 100 Quadratmetern mit erneuert.

Die Spielfläche wurde bei der Erneuerung des Hallenbodens nun farblich von der Umgebungsfläche abgesetzt. Als Abschluss der Arbeiten wurden insgesamt 1800 Meter Spielfeldmarkierungen für diverse Sportarten aufgebracht

Neben dem Sport gibt es außersportliche Veranstaltungen wie Kirmesabend oder die Ausgabe von Abitur-Zeugnissen im Sportzentrum West. Auch die heimische Politik nutzte die Halle, als sich der neue Rat der Stadt Gevelsberg konstituierte. Am 5. November 2020 fand diese Sitzung aufgrund der Corona-Pandemie mit ausreichend Abstand und Lüftung dort statt.

 

Bericht: Heinz-G. Lützenberger, Westfalenpost

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