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Gevelsberg hat Chancen für 40 Tore

Dagegen sichert sich Gastgeber PSV Recklinghausen sichert mit 28:26 (13:11) den Klassenerhalt. Bei HSG-Spielern ist der Akku leer.

Jubelarien beim Gastgeber – das Patent für die Handball-Verbandsliga ist endgültig verlängert, der PSV Recklinghausen spielt auch in der kommenden Saison in dieser Liga. Nach dem 28:26 (13:11) gegen die HSG Gevelsberg-Silschede, die ebenfalls in der kommenden Saison in der Liga bleibt. Denn die Jungs um Trainer Sascha Šimec dürften für Platz zwei und somit einer möglichen Oberliga-Relegation nicht mehr in Frage kommen.

Die Enttäuschung bei den Gästen war groß. Vor allem bei Trainer Sascha Šimec, der von seinen Schützlingen noch einmal verlangt hat, alles zu geben. Doch als er eine Nacht über die Niederlage geschlafen hatte, gab er sich milde. „Die Akkus vor allem der Leistungsträger sind leer“, sagt er, während er am Schreibtisch bereits dien Planungen für die kommende Saison vornimmt. „Wir müssen unserem kleinen Kader Tribut zollen. Auch, dass wir eine so zerstückelte Saison mit zu vielen Unterbrechungen hatten. Den Jungs kann ich keinen Vorwurf machen, die Einstellung hat gestimmt.“

Breuker trifft sechsmal Pfosten

Indes war die Chancenauswertung alles andere als Verbandsliga-reif. Zu oft ging der Ball neben das Gehäuse. In freistehenden Situation. Überdies schien der Rahmen vom Tor der Gastgeber den Ball magisch anzuziehen. Oft knallte das Leder gegen Pfosten oder Latte. „Alleine Sebastian Breuker hat sechsmal das Metall getroffen“, so Sascha Šimec.

Breuker ist einer der Protagonisten, dem die lange und harte Saison mit dünnem Kader anzumerken war. Eine Saison, in der die HSG Gevelsberg-Silschede das Ziel Konsolidierung erreicht hat. Eine starke Saison, die zuletzt eine herbe Niederlagen-Serie hat. „Damit schmälert sich der gute Gesamt-Eindruck“, sagt Sascha Šimec. „Diese negative Serie wird der gut gespielten Saison nicht gerecht.“

Neben Breuker wussten auch nicht Björn Raushaus, André Bekston und Sam Lindemann nicht ihre Leistungsgrenze wirklich zu erreichen. Wenngleich sie auch in der Halle des Schulzentrums Nord zu den wichtigsten Akteuren mit den meisten Treffern zählten.

„Wir hatten genügend Chancen, die Partie auszugleichen“, analysiert Sascha Šimec. „Wir hätten durchaus die Begegnung kippen können. Chancen hatten wir für 40 Treffer.“ Dennoch gibt es keinen Vorwurf von Sascha Šimec an seine Schützlinge. „Es ist einfach erkennbar, dass die Jungs im Kopf nicht befreit sind.“

Nach einer Serie von fünf Auswärtsspielen – unterbrochen von der Heim-Niederlage gegen Bergkamen – hoffen die Gevelsberger nun, die Saison vernünftig mit den verbleibenden beiden Heimspielen zu Ende zu bringen, sich vernünftig von den heimischen Zuschauern und Fans zu verabschieden.

Dass noch die vier Punkte in den verbleibenden Spielen aufgeholt werden können, daran glaubt keiner mehr im Gevelsberger Lager. „Bergkamen ist einfach die Mannschaft der Rückrunde, das muss man so akzeptiere“, anerkannt Sascha Šimec.“ Die werden Zweiter und möglicherweise in die Oberliga aufsteigen.“ Dabei hat Sascha Šimec im Blick, dass Bergkamen in den zehn Spielen der Rückrunde eins verloren, die restlichen neun Begnungen gewonnen hat. Das nennt man einen guten Lauf. „Die haben es sich verdient“, so HSG-Trainer Sascha Šimec.

Bericht: Heinz G. Lützenberger
Bild: Michael Scheuermann

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