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Gevelsberg erlebt ein Debakel

In der Handball-Oberliga bliebt die HSG Gevelsberg-Silschede der Lieblings-Gegner und Punkte-Lieferant von Menden. Nur in der Premieren-Saison 2012/2013 gab es für Gevelsberg einen Sieg und ein Remis.

Hart ins Gericht ging Jörg Müller, Trainer des Handball-Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede, mit seinen Schützlingen. Kein Wunder, hatte Gevelsberg gerade bei der SG Menden Sauerland Wölf ein handballerisches Debakel erlebt, was seinesgleichen sucht. Menden behielt mit 39:22 (20:8).

Bereits vor der Pause war alles entschieden. Menden ließ die Gäste kaum zum Zuge kommen. Klar, Gevelsberg war als krasser Außenseiter angereist. Doch insgeheim hatten die Gäste auf eine Chance gehofft. „Wir wollten das Tempo verschleppen und die SG nicht in die Gegenstöße kommen lassen“, erläutert Jörg Müller die ursprüngliche Marschroute. Doch: „Diese Idee mussten wir dann frühzeitig fallen lassen.“

Eher entspannte Trainingspartie

Und sein Trainer-Pendant Micky Reiners hatte sich die Aufgabe anders vorgestellt. Das Spiel in der Walram-Halle glich eher einer entspannten Trainingspartie statt eines spannenden Punktspiels in der Handball-Oberliga. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden damit, wie wir gespielt haben“, resümierte der Trainer der SG Menden Sauerland nach dem Kantersieg gegen äußerst schwache Gäste. Nur zehn Minuten (5:3) konnten die Gevelsberger die Partie offen gestalten, dann nutzte die SG die vielen technischen Fehler, die schwachen Abspiele und die harmlosen Abschlüsse der Gäste gnadenlos aus.

Nach der Pause war der Druck bei den Gevelsbergern nicht mehr so groß. Wie auch, wenn nichts mehr zu gewinnen gab. „Aber das Spiel war ein Abklatsch der ersten Halbzeit“, so Jörg Müller, der auch darauf verwies, dass Björn Rauhaus schmerzlich vermisst wurde. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir wieder zu der Leistung aus den ersten beiden Spielen hinfinden.“

Mit dieser Begegnung bleibt es bei der negativen Bilanz der Gevelsberger gegen und in Menden. Der letzte Punktgewinn gelang in heimischer Halle mit dem 30:30 am 24. Februar 2013, der letzte Sieg mit dem 36:20 in der Walram-Halle am 20. Oktober 2012 – das war die erste Saison in der westfälischen Beletage für die HSG Gevelsberg-Silschede. Und nur einmal gab es bisher ähnlich heftige Prügel gegen Menden. Das war beim 24:36 in der Halle West am 1. Dezember 2014.

„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht mit den vielen technischen Fehlern. Unsere Leistung war vorne und hinten katastrophal“, so Jörg Müller.

Franz Schoo und Heinz-G. Lützenberger

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