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Für Gevelsberg-Silschede kann es nur den Sieg gegen Ferndorf geben

Nichts anderes als ein Sieg zählt am Samstagabend für den Handball-Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede. Nur dann besteht die Chance auf den Klassenerhalt. Wenn um 18 Uhr alle Spiele der Liga angepfiffen werden, herrscht Hochspannung. Gevelsberg bleibt drin, wenn gleichzeitig entweder Augustdorf (in Nordhemmern) oder Jöllenbeck (in Loxten) verlieren.

So gibt es nur eine klare Marschroute. Zu der muss und wird die Motivation von selbst kommen. „Wer jetzt nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist, der ist falsch im Sport“, so HSG-Trainer Jörg Müller. Und er geht davon aus, er ist sicher, dass seine Jungs hochmotiviert in diese schicksalhafte Begegnung gehen werden. Eine schicksalhafte Begegnung wie in den Jahren bereits zuvor.
Gevelsberg kann Abstiegskampf

Und das könnte ein Vorteil für die heimische Mannschaft werden, wenn es gegen Schlusslicht und Absteiger TuS Ferndorf II geht. Gevelsberg kann Abstiegskampf – keine Frage, keinen Zweifel. In den vergangenen Spielzeiten haben die meisten Spieler, die heuer den HSG-Dress überstreifen, dieses Gefühl, dieses Erlebnis, vor allem aber diese Anspannung gehabt.

„Es ist angerichtet. Wir hoffen, dass wir vor einer großartigen Kulisse unserer Teil zum Klassenerhalt beitragen werden. Nämlich mit einem Sieg“, so Jörg Müller.

Personell kann er nahezu aus den Vollen schöpfen. Lediglich Tobias Spiegelberg, der kurzfristig im Februar zum Gevelsberger Kader gestoßen war, wird fehlen. Aus einer Erkältung, aus einer Grippe ist mittlerweile ein Pfeiffersches Drüsenfieber geworden. Der Rest der Truppe steht, hat vielleicht kleinere Wehwehchen, aber nichts Gravierendes. „Körperlich sind wir besser aufgestellt, als zum Spiel am vergangenen Samstag in Hamm“, so Müller.

Jetzt müssen nur noch die Nerven mitspielen. Der Druck ist enorm. Da kann der Kopf einem schon mal einen Streich spielen. „Ja, es ist eine Frage, wie wir die Nerven in den Griff bekommen“, stimmt Müller zu. Doch erneut verweist er darauf, dass Gevelsberg bereits diese Situationen in den vergangenen Spielzeiten durchlebt und gemeistert hat.

Unbekannt ist, wie Ferndorf in Gevelsberg antreten wird. Zuletzt haben die Siegerländer ihre Situation – das Schlusslicht steht als Absteiger fest – genutzt, um eigene Youngster in das Oberliga-Spiel mit einzubeziehen. Mit teilweise achtbarem Erfolg, mit eine Gleichung mit vielen Unbekannten für den jeweiligen Gegner. Sicher ist nur, dass Ferndorf die aggressive Deckung mit der 3-2-1-Formation durchziehen wird: eine Formation, die den Gevelsbergern eigentlich gar nicht schmeckt. „Da muss wir vergleichsweise ruhig und besonnen gegen angehen“, so Müller. „So bekommen und haben wir ein realistische Chance für den Klassenerhalt.
Konkurrenz spielt auswärts

Gleichzeitig spielen Gevelsberger Konkurrenten Jöllenbeck und Augustdorf – beide stehen um zwei Punkte besser dar, haben aber jeweils das direkte Duell gegen Gevelsberg verloren – auswärts. Für Jöllenbeck geht es nach Loxten, das Hinspiel haben die Bielefelder mit 23:29 verloren. Augustdorf tritt in Nordhemmern an und hatten das Hinspiel mit 29:28 gewonnen aus. „Wir haben Signale von beiden Gastgebern bekommen, dass sie sich im letzten Spiel, zur Verabschiedung vom heimischen Publikum noch mal richtig reinhängen wollen“, so Christof Stippel, Vize und Manager der HSG Gevelsberg-Silschede.

Übrigens hatte Gevelsberg im Hinspiel in Ferndorf ein 21:20 erkämpft, mühte sich nach einem 7:7-Pausenstand. Keine Frage, dass dies am Samstagabend ab 18 Uhr in der Gevelsberger Halle West besser werden soll . . .

Heinz-G. Lützenberger

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