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Breuker fehlt bis in den März

Die Niederlage gegen den OSC Dortmund konnte HSG-Trainer Sascha Šimec akzeptieren, die Verletzung von Sebastian Breuker dagegen stimmt ihn sauer.

Es läuft die neunte Spielminute in der gut besuchten Sporthalle Hacheney, als sich Sebastian Breuker zum dritten Mal in die Luft schraubt und das Tor des OSC Dortmund ins Visier nimmt. Sein Wurf findet nicht den Weg ins Tor – kein Wunder, denn der lange Linkshänder des Handball-Verbandsligisten HSG Gevelsberg/Silschede wurde von seinen Gegenspielern wiederholt hart angegangen. Ohne Kontrolle kommt Breuker auf dem Hallenboden auf, das Knie bricht weg und wenige Augenblicke danach liegt er mit Schmerzen auf dem Boden. Nach einem Kreuzbandriss in der jüngeren Vergangenheit droht Gevelsbergs bester Torschütze nun wieder auszufallen, die erste Diagnose: ein Schaden am Meniskus.

Damit wird Sebastian Breuker der HSG vermutlich erst einmal lange fehlen. „In meinen Augen war das durchaus eine Rote Karte“, sagt sein Trainer Sascha Šimec nach der Partie. Der Gevelsberger Trainer ist sauer und ringt um Beherrschung, seinem Unmut über die Leistung der Schiedsrichter nicht komplett freien Lauf zu lassen. Nicht nur in dieser Szene haderte der Übungsleiter mit der Bewertung einzelner Szenen durch die Unparteiischen.

Andere müssen einspringen

„Das schlimmste an der Niederlage ist aber, dass wir nun vermutlich länger auf ,Breuki’ verzichten müssen“, schließt er sein Fazit nach der umkämpften Partie am Freitagabend. Denn einen wie Breuker kann die HSG nicht ohne weiteres ersetzen, nicht umsonst gilt er als einer der besten und torgefährlichsten Linkshänder in der gesamten Verbandsliga. Da das Personal bei den Gevelsbergern in dieser Saison ohnehin schon knapp besetzt ist, schmerzt der Ausfall doppelt. „Ich gehe davon aus, dass Sebastian bis März fehlen wird“, vermutet Šimec. Eine genaue Diagnose der Verletzung wird es am heutigen Montag geben.

Kompensieren möchte Sascha Šimec den Ausfall seines besten Torschützen mit internen Kräften. „Andere Möglichkeiten haben wir ja auch gar nicht“, sagt er. Gerade auf Routinier Christian Pottkämper wird deutlich mehr Spielzeit und Verantwortung zukommen. Der 38-Jährige ist aber alleine von der Spielanlage her ein ganz anderer Spielertyp als Breuker. Während dieser nämlich vor allem über seine Größe und Wurfgewalt kommt, ist „Potti“ eher der wuselige und trickreiche Spieler, der oft das Eins-gegen-Eins sucht.

Als Mannschaft zusammenrücken

„Wir werden jetzt als Mannschaft zusammenrücken“, sagt Šimec. Neben Pottkämper nennt er Christopher Fege, André Bekston oder auch Spielmacher Björn Rauhaus als mögliche Alternativen. Unabhängig vom Tabellenstand möchte er Sebastian Breuker genügend Zeit geben, seine Verletzung in aller Ruhe vernünftig auszukurieren. „Ich werde da kein Risiko eingehen“, sagt der Gevelsberger Trainer. In der zum Konsolidierungsjahr ausgerufenen Spielzeit steht sein Team ohnehin besser da, als er es im Vorfeld vermutet hatte. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir nach der Hinrunde 18:8 Punkte haben, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagt Sasćha Šimec.

Text und Bild: Fabian Vogel, Westf. Rundschau

https://www.wr.de/sport/lokalsport/ennepetal/breuker-fehlt-bis-in-den-maerz-id216201281.html

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