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Gevelsberg startet als Spitzenreiter

Sascha Šimec war glücklich. Er war vor allem aber auch erleichtert, dass sich die ganze Schufterei während der Vorbereitung schon am ersten Spieltag der Handball-Verbandsliga so imposant auszahlte. „Das haben sich die Jungs verdient, sie haben geackert wie die Schweine“, sagte der Trainer der HSG Gevelsberg-Silschede nach dem 36:20 (14:11)-Erfolg beim SV Teutonia Riemke. „Sie haben den Biss gehabt, immer weiterzumachen. Das ist auch für uns als Trainerteam ein guter Einstand.“

Starke Unterstützung der HSG-Fans

Verdammt gut war auch die Unterstützung, die die HSG von der Tribüne aus in der Heinrich-Böll-Halle erhielt. Die Fans ließen sich auch nicht entmutigen, nachdem sie Bundesverdienstkreuz-Träger Alfred Schiske, Chef der Riemker Handballer und Hallensprecher in Personalunion, als Gäste aus dem Sauerland begrüßt hatte. „Heimspiel in Bochum“, trällerten sie, um nach dem Schlusspfiff ein für Gevelsberg-Silschede eher unbekanntes Lied anzustimmen: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“ Für Linkshänder Christian Pottkämper und Co-Trainer Marco Luciano waren diese Textzeilen nicht so neu. Sie waren 2012 im Verbandsliga-Meisterjahr und beim Oberliga-Aufstieg dabei.

Christian Scholz wird geschont

Die Partie war 34 Minuten lang mehr oder weniger ausgeglichen. Das Šimec-Team lag zu diesem Zeitpunkt nur mit 15:14 vorne, es hatte aber längst bewiesen, dass es in diesem Spiel das cleverere und intelligentere war. Oder, um die Worte des 38-jährigen Trainers zu benutzen: „Wir haben auch schon in der ersten Halbzeit den Takt vorgegeben.“ Wichtig war für die HSG, dass sich Bastian Olschinka nach durchwachsenen ersten 20 Minuten enorm steigerte, so dass Christian Scholz sein angeschlagenes Knie überhaupt nicht zu belasten brauchte, und seine Vorderleute ihre Würfe im Angriff so setzten, dass Sven Erzfeld im gegenüberliegenden Gehäuse keine Chance erhielt, zur Höchstform aufzulaufen. Und dann? Dann startete die HSG Gevelsberg-Silschede einen 10:0-Lauf und machte aus dem 15:14 eine 25:14-Führung. „Letztlich haben uns zehn starke Minuten gereicht“, sagte Šimec – wohl wissend, dass sein Team auch davor und danach teilweise sehr gute Aktionen gehabt hatte. Stark waren vor allem immer wieder die Gegenstöße, sei es über die erste oder über die zweite Welle. Ein paar solcher einfacher Treffer hätten gerne auch die Riemker erzielt, doch erhielten sie fast nie die Möglichkeit, den Turbo zu zünden, weil die Gevelsberger entweder gut abschlossen oder ein sehr gutes Rückzugsverhalten hatten. Der Trainer freute sich, dass sein Team einen guten Rhythmus hatte. „Wenn wir in unser Laufspiel kommen, sieht man, wie gefährlich wir werden können“, sagte er. „Wir haben mit unserem Laufspiel jeden Riemker Fehler bestraft und bis zum Schlusspfiff nicht nachgelassen – egal, wer auf der Platte war.“ Und deshalb konnte sich der HSG-Coach fast schon einen Luxus leisten: Er ließ sowohl Linkshänder Sebastian Breuker, den so mancher Oberligist gerne für den rechten Rückraum gehabt hätte, als auch Björn Rauhaus viele Minuten auf der Bank sitzen. Text: Heinz G. Lützenberger, Westf. Rundschau Bild: Sabine Hahnefeld
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