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Es wird Zeit für den ersten Saisonsieg

Und weiter geht es in der Handball-Oberliga mit der Abschieds-Tournee des sieglosen Schlusslichts HSG Gevelsberg-Silschede, weiter geht es mit dem 22. Versuch, den ersten doppelten Punktgewinn einzufahren. Ein schweres Unterfangen am Samstagabend gegen den VfL Viktoria Mennighüffen.

Nach der desolaten Leistung insbesondere in der zweiten Spielhälfte der Gevelsberger in Versmold bei den SF Loxten gab es von Trainer Norbert Gregorz eine Gardinen-Predigt. Er appellierte zum Start der Trainingswoche an das Gewissen, an die Ehre seiner Spieler, daran, sich trotz des feststehenden Abstieges, nicht weiter so hängen zu lassen. „Wir sind in der Pflicht gegenüber unseren Zuschauern, unseren ehrenamtlichen Helfern und unseren Jugendlichen“, so Gregorz, der davon ausgeht, dass seine Botschaft angekommen ist. Eine Reaktion jedenfalls habe die Truppe während der Trainingseinheiten immerhin gezeigt. Jetzt heißt es, dies auch auf dem Parkett am Samstag umzusetzen.

Zweitbeste Defensive der Liga

Dabei geht es auch darum, die taktischen Maßnahmen umzusetzen. So stellt Mennighüffen die zweitbeste Defensive der Liga. Nur Spitzenreiter Spenge ist besser. Überdies spielt der Tabellenfünfte gerne mit sieben Feldspielern. Allein beim Gastspiel in Gladbeck hat Mennighüffen dies 45 Minuten lang praktiziert – wenngleich die Partie mit 24:29 verloren ging. Dabei geht das Spiel der samstäglichen Gäste meist über die Mitte, um dann am Kreis geeignete Anspiele zu setzen. „Wir wissen um die Stärken und wissen auch, wie wir dagegen halten können“, so der Gevelsberger Trainer. „Wir müssen es umsetzen.“

Die Gäste stellen ein ausgeglichen starkes Team. Das bekamen die Gevelsberger im Hinspiel zu spüren. Bei der 14:24-Schlappe sind es vier Spieler gewesen, die ausgeglichen viele Treffer markierten: Pascal Schumann mit fünf, Lukas Mailänder, der ehemaligen polnische Nationalspieler Tomasz Tluczynski und Marco Büschenfeld mit jeweils vier. Da muss die Gevelsberger Defensive auf der Hut sein.

Gregorz kann dabei wieder mit Tobias Fleischhauer disponieren. In Loxten fehlte er, das Knie schmerzte. Mittlerweile gibt es Entwarnung, Fleischhauer ist wieder im Training, mit dem scheidenden Flügelspieler (er wechselt im Sommer zum Landesligisten RE Schwelm) ist wieder zu rechnen.

Text: Heinz G. Lützenberger, Westf. Rundschau
Bild: Jens Pommerenke

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